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MPU wegen Alkohol: Alles, was Du wissen musst

Alkohol am Steuer ist der häufigste Anlass für eine MPU. Ob einmalige Trunkenheitsfahrt oder wiederholte Auffälligkeit – hier erfährst Du, ab welchen Werten eine Alkohol-MPU droht und wie Du Dich optimal vorbereitest.

Ab wann droht eine MPU wegen Alkohol?

  • Ab 1,6 ‰: MPU-Anordnung ist sicher, unabhängig von den Umständen.
  • Ab 1,1 ‰: Absolute Fahruntüchtigkeit – immer eine Straftat. MPU wird in der Regel angeordnet.
  • Ab 0,5 ‰: Ordnungswidrigkeit. MPU bei Wiederholung oder wenn gleichzeitig Ausfallerscheinungen vorliegen.
  • Ab 0,3 ‰: Straftat bei Ausfallerscheinungen oder Unfall. MPU möglich, insbesondere bei Wiederholung.
  • Fahranfänger (Probezeit / unter 21): Bereits ab 0,01 ‰ relevant.

Was wird bei der Alkohol-MPU geprüft?

Der Gutachter möchte verstehen:

  • Wie es zu der Trunkenheitsfahrt kam (Umstände, Trinkverhalten)
  • Ob Du ein Alkoholproblem hast oder hattest
  • Welche Verhaltensänderungen Du vorgenommen hast
  • Wie Du sicherstellst, dass Trinken und Fahren künftig getrennt bleiben

Zusätzlich werden Leberwerte und ggf. der EtG-Wert (Haaranalyse oder Urinscreening) geprüft.

Muss ich Abstinenz nachweisen?

Das hängt von Deinem Fall ab:

  • Kontrolliertes Trinken: Bei einmaliger Auffälligkeit und keinem Hinweis auf ein Alkoholproblem kann kontrolliertes Trinken ausreichen.
  • Abstinenz (6 Monate): Bei höheren BAK-Werten oder Hinweisen auf problematischen Konsum.
  • Abstinenz (12 Monate): Bei Alkoholabhängigkeit oder mehrfacher Auffälligkeit.

Wir beraten Dich im Erstgespräch ehrlich, welchen Weg Du einschlagen solltest. Falsche Entscheidungen hier führen häufig zu negativen Gutachten.

Häufige Fragen

Kann ich die Alkohol-MPU auch ohne Abstinenz bestehen?
Ja, wenn kontrolliertes Trinken für Deinen Fall ausreicht. Das ist jedoch nur bei einmaliger Auffälligkeit und nachweislich unproblematischem Trinkverhalten möglich. Wir beraten Dich ehrlich, welcher Weg für Dich der richtige ist.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf eine Alkohol-MPU?
Je nach Abstinenzanforderung 6 bis 12 Monate. Die eigentliche psychologische Vorbereitung beginnt parallel zur Abstinenzzeit.
Was sind die häufigsten Fehler bei der Alkohol-MPU?
Verharmlosung des eigenen Trinkverhaltens, fehlende Einsicht, unehrliche Angaben zum Konsum und auswendig gelernte Antworten statt echter Reflexion.

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